ASF

Wer darf an einem Seminar teilnehmen?

Jeder Fahranfänger, der in der Probezeit bei einem A-Verstoß* oder zwei B-Verstößen* belangt wurde, dessen Probezeit verlängert sich von 2 auf 4 Jahre. Die Verwaltungsbehörde wird bei diesen Auffälligkeiten ein Aufbauseminar anordnen, welches bei uns in der Fahrschule Ingmar Ferber absolviert werden kann.

Wie läuft ein Seminar ab?

Ein Aufbauseminar darf nur von einem Fahrlehrer mit besonderer Qualifikation durchgeführt werden.

Die Aufbauseminare dürfen erst mit mindestens 6 Teilnehmern beginnen. Einzelseminare sind auf Antrag bei der Behörde möglich. Der Kurs besteht aus 4 Sitzungen zu je 135 Minuten. Zwischen der 1. und 2. Sitzung findet eine sogenannte Fahrprobe statt, die je Teilnehmer 30 Minuten dauert. Der Kurs muss in einem Zeitraum zwischen 2 und 4 Wochen abgehalten werden. Je Werktag darf nur eine Sitzung stattfinden.


Zur erfolgreichen Teilnahme gehört, dass der Kurs von Anfang bis Ende komplett absolviert wird. Laut Behördenanordnung sind die Kursleiter verpflichtet, dies sehr genau zu überwachen. Sollte also jemand zu einem Kursteil verspätet erscheinen, gilt dies als Verstoß und damit als Nichterfüllung der Seminarpflicht!

Achtet also im eigenen Interesse darauf, dass so etwas nicht passiert. Sollte eine Teilnahme durch Krankheit nicht möglich sein, muss dies durch ein Attest nachgewiesen werden. Damit wird dann von der Behörde ein zweiter Kurs genehmigt! Da der Kurs inhaltlich auf die jeweiligen Kursabende aufbaut, ist es nicht möglich, einen einzelnen Abend in einem anderen Kurs zu absolvieren, sondern dieser muss komplett neu abgeleistet werden!

Was bringt mir das?

Du kannst Deinen Führerschein behalten!
Erhält die Behörde nicht innerhalb der Frist von 2-3 Monaten die Teilnahmebescheinigung, wird der Führerschein entzogen. Danach kann der Führerschein neu beantragt werden, die Teilnahme an einem Seminar ist Voraussetzung.
Die Gesamtkosten für das Aufbauseminar.
Nicht jede Fahrschule darf diese Seminare durchführen und nicht jede Woche startet ein Seminar.

Also den “blauen Brief ” Anordnung zum Aufbauseminar für verkehrsauffällige Fahranfänger (ASF) nicht lange liegen lassen, sondern gleich anmelden und einen Seminarplatz sichern, denn Fristablauf bedeutet Fahrerlaubnisentzug (das wird richtig teuer und machen muss man das Seminar auf jeden Fall).


Solltest Du nach Teilnahme an dem Aufbauseminar innerhalb der Probezeit erneut mit einem schwerwiegenden oder dem zweiten weniger schwerwiegenden Delikt auffällig werden, wird von der Behörde verwarnt und die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung nahe gelegt.

Die Fahrerlaubnis wird entzogen, sollte innerhalb der Probezeit danach erneut eine Zuwiderhandlung begangen werden.

Weitere Informationen erhaltet Ihr in unserem Büro der Fahrschule Ingmar Ferber in Müllheim.


Dort könnt Ihr Euch auch gleich direkt anmelden.

A-Verstöße sind (Beispiele):

  • Unfallflucht
  • Nötigung
  • Vorfahrtverletzung mit Gefährdung eines Anderen
  • verbotenes Rechtsüberholen außerhalb geschlossener Ortschaften
  • zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 km/h überschreiten (PKW, Motorrad)
  • zu schnelles Fahren bei Unübersichtlichkeit, an Kreuzungen und Einmündungen oder bei schlechten Sicht- oder Wetterverhältnissen
  • zu dichtes Auffahren und zu geringer Sicherheitsabstand
  • unerlaubtes Wenden oder Rückwärtsfahren (z.B. “Geisterfahren” auf einer Autobahn oder Kraftfahrstraße)
  • Missachtung von Rotlicht, Stop-Schild oder von Haltzeichen von Polizeibeamten
  • Fahren unter Alkohol- unter Drogeneinfluss
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • Fahren mit nicht versicherten oder nicht zugelassenen Fahrzeugen (z.B. ohne Betriebserlaubnis)
  • Überholen im Überholverbot
  • unerlaubtes Abbiegen
  • falsches Verhalten an Bahnübergängen, an öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulbussen oder Zebrastreifen
  • unterlassene Hilfeleistung
  • fahrlässige Tötung oder Körperverletzung
  • unerlaubte Fahrgastbeförderung
  • Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot



B-Verstöße sind (einige Beispiele):

  • unbefugte Benutzung eines Kraftfahrzeugs
  • Gefährdung oder Behinderung von Fußgängern oder Radfahrer beim Abbiegen
  • Gefährdung oder Behinderung von Personen in Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel
  • Kennzeichenmissbrauch
  • ungenügendes Absichern eines liegengebliebenen Fahrzeugs mit Gefährdung anderer
  • Verbotenes Parken auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen
  • Termin zur Hauptuntersuchung oder Abgasuntersuchung um mehr als 8 Monate überziehen
  • mit abgefahrenen Reifen fahren
  • Gefährdung oder Behinderung von Schulkindern an einem haltenden Schulbus
    Behinderung von Beamten
  • Telefonieren mit einem Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung

 

Ein weniger schwerwiegender Regelverstoß kann als ein schwerwiegender gewertet werden, wenn er mit tragischen Folgen verbunden ist.

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